Meine Philosophie

Bei meiner Arbeit mit den Hunden setze ich auf Kooperation zwischen Mensch und Tier. Es wird etwas verlangt, aber dafür auch etwas gegeben. Ein Verhalten, das Menschen untereinander ebenfalls ausüben.

Der Hund hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten, ein Verhalten zu erlernen. Die eine ist Lernen über positive Verstärkung. Das heisst, man belohnt einen Hund zuverlässig für Verhalten, das er richtig zeigt. Das wiederum bedeutet, dass der Hund dieses Verhalten immer zuverlässiger, lieber und schneller zeigen wird. Mit zusätzlicher Hilfe von Markersignalen (z.B. Clicker oder Markerwort), welche dem Hund ausnahmslos eine Belohnung ankündigen, wird extrem zeitgenaues Verstärken von Verhalten sehr vereinfacht. Das heisst, Trainingserfolge mit Markersignalen sind effizienter als ohne. 

Die zweite Möglichkeit, lernen über Bestrafung, sollte nur von jenen Menschen angewendet werden, die wissen, welchen Regeln diese untersteht. Denn sonst besteht für den Hund kein Lerneffekt. Leider gibt es immer noch viele Leute, die eine Bestrafung mit Schmerz oder Schreck verbinden (geworfene Petfalschen, Drohgebärden und -laute vom Menschen oder der Ruck an der Leine). Falsch angewandte Bestrafung kann zudem kontraproduktiv wirken, die Frustrationsgrenze kann sich senken und anderes unerwünschtes Verhalten an diese Stelle treten.

Zitat Dr. U. Blaschke-Berthold:
Wer behauptet, zuverlässiges Verhalten beim einen oder anderen Hund nur über Strafe zu erreichen, sagt nichts über den Hund aus, sondern beschreibt erst mal seine eigenen Fähigkeiten!

Deshalb beschränkt sich mein Training hauptsächlich auf positive Verstärkung mit Markersignalen und dem erlernten Wissen für den Hundehalter, welche Belohnung in welchem Moment die beste Wirkung für seinen Hund erzielt. Denn neben Futter oder Spielzeug gibt es eine grosse Reihe anderer Verstärker. Die Liste dieser individuellen Verstärker sehen für jeden Hund anders aus.